Reiseberichte

Sommerwochenende an der Schwarza/Thueringen

Man muss schon gut zu Fuss sein, um an den Ufern der Schwarza auf den mitunter glitschigen Schieferbrocken entlang zu wandern und natuerlich zu fischen. Insbesondere fuer die Naturliebhaber in unserer Fliegenfischergilde ist dieser Fluss mit seiner wild romantischen Umgebung ein echter Leckerbissen.Rausche der Schwarza unterhalb Schlossberg in SchwarzburgDer Fluss maeandert teilweise tief eingeschnitten in dichtem Waldgelaende. Rieselstrecken, Rauschen und mitunter sehr tiefe Gumpen wechseln einander ab.

Hauptfischarten sind Bachforelle und aesche. Letztgenannte kommt insbesondere im Bereich stromab von Schwarzburg in guter Anzahl vor. Daneben gehen immer mal wieder Regenbogenforelle oder Saibling an den Haken. An die Groesse der Fische darf man trotz des grossen Nahrungsangebots keine zu grossen Ansprueche stellen. Fische um die 40 cm sind eher selten. Dafuer entschaedigt die traumhafte Natur im Bereich zwischen Sitzendorf /Forellenzucht und der Bruecke “Schweizerhaus” um so mehr. Schwarzawehr in SitzendorfSchweizer Haus am Ende der Strecke

     An Insekten trifft man hier verschiedene Koecher- und Eintagsfliegenarten an. Wer sich gerne mit diesem Thema beschaeftigt ist hier an der richtigen Adresse: unter fast jedem Stein den man umdreht haengt oder krabbelt eine Larve oder Nymphe. Von Steinklammerer und Rhyhacophila bis Hydropsyche als Larvenkolonie oder einzeln mit Koecher, alles ist vorhanden. Larva der Rhyhacophila Mitunter schluepfen auch im Sommer noch sehr grosse Eintagsfliegen, sodass man immer ein paar Maifliegen dabei haben sollte. Insbesondere in den Abendstunden lassen sich mit der Trockenen (ruhig etwas groesser!) die etwas besseren Fische ueberzeugen. Tagsueber fischt man besser nass in den tiefen Zuegen oder Rauschen. Goldkopf (#12 bis 14) und kleinere Eintagsfliegennymphen (#16 oder 14) oder Streamer funktionieren eigentlich das ganze Jahr ueber. Beste Aussichten hat man, wenn stromauf gefischt wird und die Nymphe wirklich tief laeuft. Da die Bisse oft kurz sind tut ein Bissanzeiger gute Dienste.

Wichtig fuer den Erfolg ist der Wasserstand. Im Sommer herrscht oft Niedrigwasser, was die Fischerei erheblich einschraenkt. Im Herbst koennen heftige Regenguesse schnell fuer truebes Hochwasser sorgen, das aber ebenso schnell wieder abklingt. Der Inhaber der Forellenzucht in Sietzendorf gibt aber gerne Auskunft.

Abschliessend noch ein paar Informationen:

Die Gastkarten kosten 8,- EURO pro Tag und die Wochenerlaubnis 32,- EURO. Die Karten sind u.a. in der Forellenzucht Sitzendorf /OT Unterweissbach, Hr. Galinski, Tel. 036730-22654 oder bei Fam. Boettner in Schwarzburg/unterer Ort (neben dem Blumenladen) erhaeltlich.

Die Saison startet am 1.5. (ab 16.6. auf aesche) und endet am 14.9. (31.12. auf aesche). Vom 15.10. bis zum 31.12. ist die Fischerei auf aesche nur innerhalb der Strecke Dorfbruecke Schwarzburg bis Schweizerhausbruecke erlaubt. Die Mindestmasse betragen: aesche 30 cm, Bachforelle und -saibling 28 cm, Regenbogenforelle 25 cm. Das Tageslimit betraegt 4 Fische, davon jedoch hoechstens 2 Bachforellen und 2 aeschen.

Wer kein Hotel benoetigt, dem kann man nur die Pension Ulrich empfehlen. Die angebotenen Quartiere sind preiswert und gut, das Fruehstueck reichlich…und Sonntags gibts auch mal frischen Kuchen dazu. Falk Ulrich, Am Buschbach 21, 07427 Schwarzburg, Tel. 036730-22555, Pension Ulrich

In Schwarzburg befinden Sie sich uebrigens auf historischem Boden, denn hier unterschrieb Friedrich Ebert die Weimarer Verfassung. Ein abendlicher Spaziergang auf den Schlossberg lohnt sich deshalb nicht nur wegen des herrlichen Rundumblicks.

Viel Spass! KF

Schwarzewehr am Sportplatz in SchwarzburgStrecke Schwarzburg bis zum Schweizer HausRausche der Schwarza am Ortsausgang SitzendorfSchwarza Rasuche 1 km oberhalb vom Schweizer HausFeiste aesche aus der SchwarzaAbschnitt von Schwarzburg bis zum Schweizer Haus

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